Vinko Nino Jaeger mit seiner Arbeit 'History Channel'. Foto: Em Schwarzwald und VN Jaeger © 2019
Vinko Nino Jaeger mit seiner Arbeit 'History Channel'. Foto: Em Schwarzwald und VN Jaeger © 2019

Am Anfang war das Holz

Die Faszination für die konstruktive Holzbildhauerei erfaßte ihn sehr früh. Wie alles Wesentliche sich im Kindesalter entscheidet. Das erste Bauwerk war eine zeltförmige Holzhütte, bestehend aus Holzschindeln, gebaut um einen großen Fichtenstamm. Danach folgten kleine Bauwerke, Möbel und andere Gebrauchsgegenstände. Vor einigen Jahren beschloß er, seinen künstlerischen Schwerpunkt auf den Stuhl zu legen und widmete ihm sein Leben. Seither entstehen immer mehr Sessel und Hocker aus Vollholz. Jeder Stuhl ist eine freudige Feier der funktionalen Skulptur. Jaeger teilt seine Leidenschaft für das skulptural künstlerische Werk, indem er auf der Kunst VHS und der Sigmund Freud Privat Universität unterrichtet. 

 

Auf dem Weg

Studium der Objekt Bildhauerei bei Julian Göthe und Pawel Althamer und der kontextuellen Malerei bei Ashley Hans Scheirl an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Studium der Philosophie und Psychologie an der Paris Lodron Universität Salzburg.

 

Was mich antreibt

Künstlerische Arbeit aus dem Körper, für den Körper

 

Ich mache körper- und raumbezogene Kunst. Zum Beispiel modifiziere ich ein über 100 Jahre altes Haus - mit meinem Körper, in Handarbeit ohne zutun von elektrisch unterstützen Werkzeugen oder Maschinen. Bei dieser körperlichen Art zu arbeiten geht es darum, dass sich der Körper, möglichst unvermittelt, in die Raumgestaltung mit einschreibt. Über seine körperlich-geistigen Bewegungen schreibt sich der Körper in das Material. Der Körper bringt sich in den Prozess der Formgebung und Oberflächengestaltung ein, die Reflexionen des Körpers sind im geformten Material, im gelebten Raum, widergespiegelt.

 

Diese skulpturale Arbeit hat auch einen performativen Charakter, egal, ob sie an den Raum gebunden oder - im Sinne der Wortherkunft von „Möbel“ - mobil ist, denn erst wenn sich eine oder mehrer Personen mit den Arbeiten aufführen, sind sie vollständig. Alle meine Arbeiten kommen aus dem Körper und sind für den Körper/die Körper gemacht. Erst durch ihre Verwendung, im Gespräch, im Zusammensein mit Körpern, werden die künstlerischen Werke ganz.

 

Es geht in meiner Arbeit - im Sinne von Aristoteles - um eine Poietik des Körpers die ihre Anwendung in der Raumgestaltung (an den Raum gebunden z.B. Wandzeichnung oder mobil z.B. Klangkörper), der NS Geschichte (z.B. Fathomizing Memory) und der Auseinandersetzung des Körpers mit seiner Umwelt (z.B. Wildes Fleisch), findet.

 

Am häufigsten verwendete Techniken: Holz- und Steinbildhauerei, Fotografie, Audio- und Videokunst, Schreiben, Performance.

 

Verwandte Körper: George Nakashima, walking artists, Elisabeth von Samsonow, Gregor Eichinger, Maria Lassnig, Wille Sundqvist, David Pye, Gilles Deleuze and Félix Guattari, Roland Barthes, Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek.

 

 

Und Helga Em Schwarzwald - Lebensgefährtin und Gegengeistkörper.

MITGLIEDSCHAFTEN

 

IG bildende Kunst

VBKÖ

Besuchen Sie uns in der Produzentengalerie STŌL: Jeden Freitag von 11.00 bis 19.00 Uhr. Feiertags geschlossen.

Neustiftgasse 48, 1070 Wien.

 

Zum KONTAKT


SHOP

Produzentengalerie STŌL

Neustiftgasse 48 

1070 Wien