Foto: VN Jaeger © 2018
Foto: VN Jaeger © 2018

Was mich antreibt

Künstlerische Arbeit aus dem Körper, für den Körper

 

Ich mache körper- und raumbezogene Kunst. Zum Beispiel modifiziere ich ein über 100 Jahre altes Haus - mit meinem Körper, in Handarbeit ohne zutun von elektrisch unterstützen Werkzeugen oder Maschinen. Bei dieser körperlichen Art zu arbeiten geht es darum, dass sich der Körper, möglichst unvermittelt, in die Raumgestaltung mit einschreibt. Über seine körperlich-geistigen Bewegungen schreibt sich der Körper in das Material. Der Körper bringt sich in den Prozess der Formgebung und Oberflächengestaltung ein, die Reflexionen des Körpers sind im geformten Material, im gelebten Raum, widergespiegelt.

 

Diese skulpturale Arbeit hat auch einen performativen Charakter, egal, ob sie an den Raum gebunden oder - im Sinne der Wortherkunft von „Möbel“ - mobil ist, denn erst wenn sich eine oder mehrer Personen mit den Arbeiten aufführen, sind sie vollständig. Alle meine Arbeiten kommen aus dem Körper und sind für den Körper/die Körper gemacht. Erst durch ihre Verwendung, im Gespräch, im Zusammensein mit Körpern, werden die künstlerischen Werke ganz.

 

Es geht in meiner Arbeit - im Sinne von Aristoteles - um eine Poietik des Körpers die ihre Anwendung in der Raumgestaltung (an den Raum gebunden z.B. Wandzeichnung oder mobil z.B. Klangkörper), der NS Geschichte (z.B. Fathomizing Memory) und der Auseinandersetzung des Körpers mit seiner Umwelt (z.B. Wildes Fleisch), findet.

 

Am häufigsten verwendete Techniken: Holz- und Steinbildhauerei, Fotografie, Audio- und Videokunst, Schreiben, Performance.

 

Verwandte Körper: George Nakashima, walking artists, Elisabeth von Samsonow, Gregor Eichinger, Maria Lassnig, Wille Sundqvist, David Pye, Gilles Deleuze and Félix Guattari, Roland Barthes, Andrei Tarkovsky, Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek.

 

 

Und Helga Em Schwarzwald - Lebensgefährtin und Gegengeistkörper.